Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Tübingen

Ehrenamtspreis 2013

Die Bürgerstiftung verleiht am 22. März 2014 im Sparkassen-Carré wiederum auch den mit € 2.000 dotierten Ehrenamtspreis. Er wird diesjährig im Themenbereich „Fokus Familie – Kinder sollen gut aufwachsen“ vergeben werden. „Unser Bürgerpreis will öffentlich anerkennen, was einzelne Tübinger Bürger individuell und oft über viele Jahre im Stillen ehrenamtlich leisten“, erläutert Ernst Gumrich.
Schwierige Familiensituationen erlauben es manchen Eltern – trotz bester Bemühungen – nicht, ihren Kindern gute Entwicklungschancen zu bieten.

Dies kann viele Ursachen haben: Notlagen der Eltern oder Geschwisterkinder, seien sie gesundheitlicher Natur, psychische Belastung oder Suchterkrankungen. Auch bei Alleinerziehenden mit großer beruflicher Belastung oder in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen, genauso wie beispielhaft bei Flüchtlingsschicksalen kann es geschehen, dass Kinder vorübergehend oder dauerhaft den familiären Schutz verlieren.
„Wir möchten in diesem Jahr mit dem Ehrenamtspreis einzelne Bürgerinnen oder Bürger ehren und hervorheben, die Kindern oder deren Eltern in solchen Situationen seit Jahren ehrenamtlich geholfen haben,“ so beschrieb Constanze Schemann-Grupp den Kreis der möglichen Preisträgerinnen und Preisträger.

Ehrenamtspreis 2012

Die Bürgerstiftung Tübingen vergab am 9. März 2013 im Sparkassen-Carré den mit € 2.000 dotierten Ehrenamtspreis an Herrn Thomas Unger. Mit Thomas Unger erhielt ein echtes  „Basketball-Urgestein“ den Ehrenamtspreis, den er sich durch sein jahrzehntelanges Wirken im Jugendbereich des SV 03 Tübingen verdient hat.

Thomas Unger gehört zu den Menschen, ohne die in Vereinen nichts läuft. Seit 1983 engagiert er sich als ehrenamtlicher Basketball-Trainer für Kinder, Jugendliche und Erwachsene beim SV 03 Tübingen. In der Regel betreut er zwei bis drei Teams pro Saison. Seine Teams haben bereits hervorragende Erfolge erzielt. Für den Trainer Unger, der auch als Konrektor an einer kaufmännischen Berufsschule in Nagold begeistert mit jungen Menschen arbeitet, geht es beim Basketball nicht nur ums Gewinnen: „Natürlich will ich kein Spiel verlieren - vor allem aber sollen meine Spieler Spaß haben und auch lernen, Verantwortung zu übernehmen.“ Die übernahm er selbst auch gleich wieder, als er das Preisgeld umgehend für die Arbeit des Vereins spendete.

Ehrenamtspreis 2011

Aus dem Bürgerpreis wurde ab diesem Jahr der Ehrenamtspreis und der erste Preisträger war Günter Rode. Der Architekt, der vor kurzem 65 Jahre alt wurde, gründete das Kunstdorf Unterjesingen. Der gebürtige Dortmunder, der seit fast 40 Jahren in diesem Tübinger Ortsteil wohnt, erwarb vor 28 Jahren ein Haus mit einer Scheune, die zum Ausgangsort einer großen Idee wurde.

Dort stellte er erstmals 1996 Künstlern Raum für Ausstellungen zur Verfügung. „Da ich selbst künstlerisch tätig bin, hatte ich immer auch eine große Freude daran, anderen Künstlern eine Plattform zu bieten,“ schildert Günter Rode seine Motivation. Zunächst fragte er bei Nachbarn an, ob auch diese ihre Scheunen zur Verfügung stellen. Was im Kleinen begann, mündete vor 16 Jahren im ersten „Kunstdorf Unterjesingen“. „Wir stellen inzwischen überall aus: In ehemaligen Pferde- und Schweineställen, in einem über 600 Jahre alten Mühlenraum, in Scheunen und Werkstätten“, erzählt der Kunstdorf-Initiator. Beim letzten Kunstdorf 2012 zeigten zwölf sorgfältig ausgewählte Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Werke in Unterjesingen. An zwei Tagen im Juni kamen über 5000 Besucher.

Die hohe Wertschätzung, die Günter Rode und sein Organisationsteam nicht nur in Unterjesingen genießen, bestärkt sie in ihrer Arbeit. Das Konzept, die Kunst ins Dorf zu holen, ist damit voll aufgegangen. Ein herauszuhebender Verdienst von Günter Rode ist es, sich mit großem Elan für die Sache „Kunstdorf“ einzusetzen und zahlreiche Dorfbewohner zur Mitarbeit zu motivieren. Für Günter Rode bedeutet dieser Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung Tübingen, „dass das Kunstdorf Unterjesingen in Tübingen angekommen ist.“ Für ihn ist das Wichtigste an seinem Projekt, dass die Unterjesinger mitmachen und das Kunstdorf akzeptieren.

Die Preisträger der Bürgerpreise 2002 - 2010

Bürgerpreis 2010

Christiane Plies ist sehr engagiert im Neubaugebiet Herrlesberg, sie richtete einen Jugendtreff mit ein, baute einen Laden mit auf, organisiert Stadtteilfeste und kümmert sich um vieles mehr im Quartier.

Bürgerpreis 2009

Christa Hagmeyer initiierte das Projekt „LeiTa“ – Lernen im Tandem. Erwachsene begleiten Kinder und Jugendliche beim Lernen und der Bewältigung ihrer Lebenssituation. LeiTa ist bis heute sehr erfolgreich, hat zahlreiche Preise erhalten und ist eine wirkliche bürgerschaftliche Institution geworden.

Bürgerpreis 2008

Walter Kübler erfreute 27 Jahre lang ältere Menschen mit Diavorträgen und Reiseberichten.

Bürgerpreis 2007

Anneliese Wiedmann bekam die Auszeichnung für ihre Arbeit in der Sonntagsküche im Schlatterhaus und Elisabeth Julien für ihren Einsatz für Menschen in sozialen Problemlagen in der Südstadt.

Bürgerpreis 2006

Hildegard Markert war 27 Jahre bei der Telefonseelsorge tätig.

Bürgerpreis 2005

Christa Bialas wurde für ihre unermüdliche Arbeit in der Altenbegegnungsstätte „Hirsch“ geehrt.

Bürgerpreis 2004

Gisela Enzmann-Becker bekam die Auszeichnung für ihr Engagement in der Stadtteilbücherei Wanne.

Bürgerpreis 2003

Robert Schütz wurde als Krisenbegleiter 20 Jahre im Arbeitskreis Leben und Collin Schubert für ihren Einsatz für Frauenrechte in Afghanistan geehrt.

Bürgerpreis 2002

Hella Mohr wurde ausgezeichnet für ihr Engagement in Tübinger Pflegeheimen, für das Se-niorenorchester und den Heimgottesdienst.